What to watch on Netflix Pt. 3

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Die erste Serie die von Netflix vollständig in Deutschland produziert und gedreht wurde geht demnächst in die zweite Runde.

Dark räumte dieses Jahr nicht nur sieben Grimme Preise ab, sondern ist auch noch das erste Projekt welches von Netflix vollständig in Deutschland auf die Beine gestellt wurde. Dies könnte natürlich ein Meilenstein sein oder der Beginn eines traurigen Endes. Da jedoch eine zweite Staffel bereits 19 Tage nach der Erstausstrahlung bestätigt wurde gehen wir hier zunächst mal von einem Meilenstein aus und hoffen auf weitere Produktionen in Deutschland. Denn auch hier haben wir gute Schauspieler und tolle Film-Teams – das beweist Dark in jedem Fall.

Der genaue Starttermin der zweiten Staffel ist noch nicht bekannt, jedoch kann man diese sicherlich auch wieder im Dezember erwarten, sofern Netflix seinem Schema treu bleibt.

Aber worum geht es eigentlich in Dark? Das ist gar nicht so einfach zu erzählen um ehrlich zu sein, da die Handlung sehr komplex ist und ich diese Serie definitiv als eher anspruchsvoll definieren würde. Jedoch möchte ich hier natürlich wieder einen spoilerfreien Einblick liefern der euch hoffentlich als Entscheidungshilfe dient die Serie anzuschauen … oder halt nicht.

Dark spielt in der fiktiven Kleinstadt Winden im Jahr 2019 und dreht sich zunächst um vier Familien deren Zusammenhänge im Laufe der ersten Staffel erörtert werden. Die Verbindungen zwischen den Familien werden sehr schnell zum Fokus der Story und die Geheimnisse werden langsam offen gelegt. Offene Fragen werden auf anspruchsvolle Weise erörtert – Woher kommt die verstümmelte Kinderleiche, die plötzlich einfach im Wald auftaucht? Inwiefern hängen die aktuellen Geschehnisse mit dem Verschwinden eines Jungen im Jahr 1986 zusammen?

Es stellt sich heraus, dass alle 33 Jahre Kinder in Winden verschwinden – 1953 – 1986 – 2019 – doch wie? Was haben die Höhlen in der Nähe der Stadt damit zu tun und warum versuchen einige Bewohner der Stadt das Aufdecken genau dieser Mysterien zu verhindern?

Und warum solltet ihr euch nun diese Serie ansehen? Zunächst, hält sie genau das, was der Titel verspricht – Die Musik, Kulissen und die gesamte Atmosphäre werden dir Schauer über den Rücken jagen. Jede Einstellung, jeder Schauplatz wirkt so dunkel, dass einem selbst als Zuschauer bereits unbehaglich wird. Die Musik tut dann noch das restliche dazu, auch wenn sie nur leise im Hintergrund läuft wirkt sie dermaßen bedrängend, dass man am liebsten die Kuscheldecke auspacken möchte. Trotzdem bleibt alles in einem Maß, dass es nicht übertrieben wirkt, sondern höchst realistisch, was den Effekt natürlich noch verstärkt. Solltest du leicht erschrecken, nimm dir besagt Kuscheldecke hinzu für diese Momente.

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Dank den Flashbacks in die 80er Jahre kommen hier auch Fans dieses Jahrzehnts auf ihre Kosten mit allem was dazu gehört – Dauerwelle, Synthi-Pop und Nena-Musik. Diese Flashbacks werden jedoch gering genug gehalten um die dunkle Atmosphäre nicht zu stören.

Ich hätte nie gedacht dass ich das mal sage, geschweige denn schreibe, aber ein gewaltiger Lob gilt hier den deutschen Jungschauspielern die hier eine mehr als überzeugende Leistung abliefern. Louis Hoffmann spielt den von einem schweren Schicksalsschlag geplagten Jonas, welcher von Alpträumen heimgesucht wird. Er bietet eine derart überzeugende Leistung, dass sogar ich wieder Vertrauen in die Zukunft der deutschen Schauspielkunst gefunden habe.

Die Serie überzeugt alles in allem durch klare Erzählstränge, moderne Schnitte und einen überzeugen Look, der einen in seinen Bann zieht und den Off-Schalter vergessen lässt.

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